Noch keine US-weite Legalisierung – vorerst

Erwachsene können bis zu 28, 4 Gramm erwerben, Auswärtige 7,1 Gramm.
Washington gestattet Selbstanbau zu medizinischen Zwecken, die anderen Staaten jedem drei bis sechs Pflanzen.

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Schon vor dem 9.November konnten mehr als 20 Mio. US-Bürger legalisiertes Cannabis genießen. Erwachsene dürfen rezeptfrei erwerben oder selbst anbauen. Außerhalb der vier Staaten – Colorado, Washington sowie Alaska und Oregon – begünstigt eine lockere Verschreibungspraxis von Medizinalcannabis den Zugang.
Neben dem freien Verkauf dort beabsichtigt Washington DC ebenfalls, den Anbau und Besitz zu legalisieren. Landesweit befürwortet eine Bevölkerungsmehrheit die Legalisierung, wurde der Konsum entkriminalisiert und Strafen abgeschwächt. Des weiteren ermöglichen neue Gesetze auch rückwirkend Strafen abzumildern und Zehntausende vorzeitig zu entlassen.

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Basierend auf einem profitorientierten Ansatz werden Anbau und Produktion, Aufbereitung und Vertrieb sowie ausschließlich lizenzierter Verkauf, wofür von Fachbehörden kontrollierte Lizenzgebühren anfallen, eng reguliert. Der gesamte Produktionsprozess wird mittels 24/7 Videoüberwachung, Wachleuten sowie Alarmanlagen dokumentiert, die Werbung für Cannabisprodukte ist eingeschränkt.

In Colorado und Washington flossen im letzten Steuerjahr jeweils rund 80 Mio. US $ – für 2016 werden 50-100 % mehr erwartet – in andere Bereiche des Haushalts. Es wurden jeweils etwa 40-50 Tonnen produziert und konsumiert. Viele neue cannabishaltige Produkte haben sich etabliert. Der Schwarzmarkt soll 2015 in Colorado beinahe ausgetrocknet sein.

Bedenklich erscheint, dass die vier Bundesstaaten sowie Washington DC bereits vor der Legalisierung USA-weit den höchsten Konsum aufwiesen und der Konsum in Colorado anzusteigen scheint – auch bei Jugendlichen. Steigerungen sind wohl auch bei de Zahl von klinischen Notfällen sowie tödlichen Verkehrsunfällen unter mutmaßlichem Cannabiseinfluss zu verzeichnen.

Insofern bleibt abzuwarten, ob dieses sehr amerikanische Verkaufsmodell Werbung für eine weltweit Legalisierung sein kann. Zweifellos jedoch hat die Kriminalisierung stark nachgelassen.

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UPDATE

In Oregon haben sie zu viel Cannabis

Währenddessen scheiterte in Oregon eine Gesetzeseingabe, die Cannabis-Konsumsalons erlauben wollte. Dies wird als ein Schlag gegen das chronische Überangebot an legalem Cannabis bewertet. Allerdings wurde jüngst angesichts dieser chronischen Überversorgung mit Cannabis lizenzierter Produzenten die Cannabisproduktion auf dem derzeitigen Niveau für die nächsten zwei Jahre per Gesetz eingefroren.

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