„420″ ist in den USA und Kanada der Code für alles, was mit Cannabis zu tun hat. Der 20. April hat sich dort deswegen zu einem richtigen Kiffer-Feiertag entwickelt. Dank des Internets wird 420 auch in Deutschland immer beliebter.

Am 20. April 2018 feiern Cannabis-Freunde auf der ganzen Welt wieder ihren liebsten Feiertag: 420. Der amerikanische Weed-Hype wird gerade besonders durch die Legalisierungswelle in vielen amerikanischen Staaten angeheizt. Das Datum „20. April“ wird in den USA als „4/20“ geschrieben, weshalb der Kiffer-Feiertag irgendwann um die Jahrtausendwende auf genau dieses Datum gelegt wurde. Woher der Code 420 aber ursprünglich stammt, ist nicht sicher geklärt. Um so mehr Spaß macht es bei einem Joint über die verschiedensten Theorien zu debattieren.

Ein Feiertag für mehr Frieden in der Welt

Es gibt die unterschiedlichsten Variationen den Welt-Kiffer-Tag zu bezeichnen: Einfach „420“ oder „420 Day“, „Welt-Kiffer-Tag“, „Welt-Cannabis-Tag“ oder „Weed Day“. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich wäre ja für „World Wide Weed Day“… aber mich fragt ja keiner. So mausert sich der 20. April jedenfalls zu einem Kulttag, an dem sich friedlich kichernde Grüppchen gerne zur ersten Frühlingssonne im Park das pünktliche Anzünden eines Joints am 20. April um exakt 16:20 Uhr nicht mehr entgehen lassen. Der Feiertag ist eine Verabredung zum gemeinsam high-werden von Marihuana-Fans auf der ganzen Welt. Dabei wird sich auch in Deutschland immer öfter mit revolutionär geschwellter Brust über die Tatsache hinweg gesetzt, dass dieser Feiertag hier noch gar nicht legal ist. Aber genau diesen Effekt wollte die friedliche, amerikanische Legalisierungs-Bewegung auch auslösen und verpasst dem jährlichen „Smoke-in“ auch ein Statement: Legalize!

Holen wir uns die Straßen und das Datum zurück?

In unseren Breitengraden wird der Tag, an dem anderswo bereits fleißig um die Wette gekifft wird, außerhalb der Cannabis-Szene als solcher noch nicht sichtbar wahrgenommen. Über provokante Kiffer und die Legalisierungsdebatte liest man in deutschen Medien sicherlich wieder weniger als über randalierende Rechte, die den 20. April für ihre Zwecke nutzen wollen. An der historischen Situation, dass der einst von den Nazis als Feiertag verordnete „Führergeburtstag“ bei uns nach wie vor eher für braune Propaganda als für einen Aufmarsch peaciger Potheads bekannt ist, könnte sich aber bald was ändern. Hashtags, soziale Netzwerke und Co. verbreiten die Kunde von 420 als Feiertag nicht nur in Amerika, der Trend fasst vermehrt in der europäischen Jugendkultur Fuß. Das gibt uns die Möglichkeit, trotz Gedenken an die Opfer des NS-Regimes, von der noch heute nervigen Nazi-Propaganda wegzukommen.

In Hannover fand am 20.04.2018 schon zum dritten Mal ein öffentliches „Smoke-In“ im Park statt, das vom Cannabis Social Club organisiert wird. Der CSC Hannover demonstriert damit für die Legalisierung von Marihuana. Mehr infos dazu findet ihr unter hanfverband.de. Happy 420 everyone!

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