Mit Trends ist es wie eh und je, ist der erste richtig in der Szene angekommen, steht schon wieder der nächste in den Startlöchern. Nach 420 war vor allem in Spanien „710“ einer dieser Hypes…
jetzt steht er schon wieder auf der Kippe.

Der „420 Day“ ist gerade im Frühjahr unter Rauchern und Verdampfern allgegenwärtig.
Aber was bitte soll jetzt „710“ sein? Hier handelt es sich tatsächlich nicht um eine simple Zahlenkombination.
Dreht man das Wort „Oil“ nämlich um, steht da plötzlich „710“. Das ist in der Szene gerade DER Code für alles, was mit Extraktion und Dabbing zu tun hat.

Obwohl 710 im „Land der Legalisierung“, den USA, schon wieder große Wellen schlägt, sind Extraktion und Dabbing in Europa noch nicht so richtig angekommen. Das liegt vor allem daran, dass die regionalen Unterschiede
was Extrahieren und Dabben angeht, hier in Europa noch ziemlich groß sind.
Eine echte 710-Kultur kann sich erfahrungsgemäß nur entwickeln, wenn Anbau und Verarbeitung von THC-haltigen Pflanzen zumindest im kleinen Rahmen nicht mehr bestraft werden.
In Spanien, wo die Gesetze bezüglich der Eigenbedarfsmenge seit einiger Zeit gelockert wurden, hatte sich in den vergangenen Jahren insbesondere in den Cannabis Social Clubs Barcelonas eine 710-Community etabliert.

Spanien macht es vor: 710 im Cannabis Social Club

Cannabis Social Clubs sind ein entkriminalisiertes Vertriebsmodell für THC-haltige Produkte, in dem transparent, kontrolliert und reguliert Hanf angebaut und verteilt wird. Auf diese Weise soll die Sicherheitspolitik des Landes
unterstützt werden. Vor allem in Spanien gibt es bereits hunderte von Cannabis Social Clubs, die erfolgreich
funktionieren. Dementsprechend erweitert sich auch die Produktvielfalt: Statt nur Cannabis-Blüten verkaufen zu können werden hochwertige Öle immer interessanter, weil sie viel einfacher hergestellt werden können.

Während man in den meisten Nachbarländern oder in Nordeuropa selten gute Extrakte findet, hat sich Spanien also zum Hotspot der 710-Szene gemausert. Die hier angesiedelten Cannabis Social Clubs bieten Cannabiskonsumenten einen sicheren Ort Hanfprodukte zu gemeinschaftlichen und in gemütlichen Ambiente zu genießen.
Diese Vereinigungen zeigen der Welt damit, dass es alternative Modelle für den Cannabiskonsum geben kann und mit dem 710-Trend bekommt diese Message auch eine greifbare Dimension.

710 – Kommt der Trend auch nach Deutschland?

Trotzdem steht seit einiger Zeit die Frage im Raum: Wird das Potential der Spanischen Cannabis Social Clubs direkt wieder eingeschränkt? Nachdem 2015 und 2016 einige unbequeme Gerichtsurteile gegen die Cannabis-Clubs in Spanien ausgesprochen wurden, deutet nämlich alles darauf hin, dass für die großen Clubs mit hunderten oder tausenden Mitgliedern im einem neuen Gesetzesrahmen kein Platz mehr sein wird.
Der Cannabis-Club an sich wird aber nicht ganz von der Bildfläche verschwinden.
Trotzdem scheint das Ende für die großen Cannabis-Clubs gekommen zu sein, vor allem die in Barcelona.
Und damit verpufft auch der europäische 710-Trend.

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