Internet-Kirche für Kiffer

Mit Hilfe eines YouTube-Channels gründet ein selbst ernannter Pfarrer aktuell die erste Deutsche „Cannabiskirche“. Nun feiert er regelmäßig Andachten im Netz – ganz nach amerikanischem Vorbild.

Gründer und Ideenstifter Stephan Tüffers ist eigentlich ein autobiografischer Schriftsteller. Nun wagt er den Schritt von der Fiktion in die Realität. Tüffers ist dabei die erste Deutsche Cannabiskirche für alle Fans vom grünen Kraut zu gründen: „Wir haben unser Werk begonnen um dem Fehlen der Spiritualität in der Community entgegen zu wirken. Oftmals stoßen Kiffer auf Ausgrenzung in den konservativen Kirchen. Bei uns gibt es keine Ausgrenzung und keinen Hass.“

Die Buchideen des gebürtigen Bottropers entstanden übrigens, laut WAZ Online, während er Amerika bereiste. Hier scheint auch die Inspiration für sein spirituelles Angebot herzukommen. Die Botschaft der Liebe und Einheit ist nämlich bereits von US-amerikanischen Hanf-Verehrern wie denen der „International Church Of Cannabis“ in Denver bekannt.

Viele sehnen sich nach Spiritualität und rauchen Gras.

Die Mitglieder der Deutschen Version der Kiffer-Kirche beten übrigens nicht Jesus, Buddha oder Allah an – sondern die Cannabis-Pflanze und ihre friedensstiftende Wirkung. Was erstmal nach Blasphemie oder einem Scherz klingt, könnte vom Staat aber tatsächlich als gemeinnützig anerkannt werden. Damit wäre die Cannabiskirche zum größten Teil von der Last des Steuerzahlens befreit, wie beispielsweise auch die evangelische Kirche. Die Mitglieder würden offiziell als Gläubige anerkannt und Spenden könnten beim Finanzamt abgesetzt werden.

Auf der Suche nach Spiritualität und Glauben hat Tüffers Interessierte über YouTube aufgerufen sich dem „Cannabiskirche Sativa eV“ anzuschließen. Im Februar wurde die notwendige Mitgliederzahl für die offizielle Gründung des religiösen Vereins erreicht, nun wartet man nur noch auf die offizielle Eintragung.

Das Internet schafft es auch in diesem Fall wieder Menschen in Ihren Ansichten zu vernetzen. Nach dem Prinzip der Glaubensfreiheit darf auch jeder an das glauben, was er will und anbeten, was ihm oder ihr beliebt. Das ist nicht neu und in der scheinbar harmlosen Form der Cannabiskirche auch irgendwie voll okay.


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