Frankreich will den Besitz von Cannabis in naher Zukunft nicht mehr verfolgen, freilich die Gesetze hinsichtlich des Verkaufs von Drogen weiter verschärfen.

Während in Kanada gerade das Parlament über die vollständige Legalisierung von Cannabis debattiert, dem Beispiel Uruguays folgend, und diese aller Voraussicht nach verabschieden wird, soll zukünftig auch in Frankreich wie in Spanien, Portugal und den Niederlanden der Besitz von Cannabis entkriminalisiert werden, das jedenfalls kündigte Frankreichs neuer Innenminister an.
Trotz harscher Cannabisgesetze – der Besitz zum Eigenverbrauch kann mit bis zu 10 Jahren oder Geldstrafen bis zu €7.5 Million bestraft werden, was zwar selten vorkommt, meist bleibt es bei geringen Geldbußen, aber da die Polizei viel Spielraum hat, bleibt Diskriminierung von armen Menschen und solchen mit Migrationshintergrund nicht aus – ist der Konsum von Cannabis in Frankreich verbreitet, gut eine halbe Million Franzosen konsumieren jeden Tag.

Künftig soll der Besitz zum Eigenverbrauch bloss noch als Verstoss gewertet werden und eine Verwarnung sowie eine Geldstrafe von bis zu 100 Euro nach sich ziehen. Der neu gewählte Präsident Macron hält das für effizienter als die Prohibition, die eine Sicherheitsproblem darstelle. Die Verschärfungen der Gesetze bezüglich des Verkaufs dürfte allerdings ganz überwiegend arme Menschen und solche mit Migrationshintergrund treffen, was diese ohnehin an den Rand gedrängte Gruppe weiter kriminalisiert.

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