Im Zuge der weltweit immer größer werdenden Akzeptanz von Cannabis werden auch die sogenannten Edibles immer populärer, also Nahrungsmittel mit Hanf- bzw. Cannabinoidzusatz. Nicht nur Patienten stehen auf diese Einnahmeform, sondern auch psychedelische Schleckermäuler. Wir werfen einen Blick auf Kombinationen aus Cannabis mit Schokolade.
Von Markus Berger

Eine leckere und wirksame Cannabis-Schokolade herzustellen, ist kein Hexenwerk, sondern – im Gegenteil – sogar recht einfach. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Cannabinoide in die Schokoladenmasse zu bringen. Wir sehen uns im Folgenden ein klassisches und leicht nachzuvollziehendes Rezept an, das in Eigenregie innerhalb kurzer Zeit zubereitet werden kann.


Welche Zutaten werden benötigt?

– 100 g Butter
– 400 g Back-Schokolade (gibt’s in der Backabteilung, nicht bei den Süßwaren)
– 10 bis 20 g Marijuana oder Haschisch (nach Belieben)
– Je nach Geschmack, können 100 ml Rum sowie 50 bis 100 g gerebelte Erd- oder andere Nüsse beigegeben werden.

So geht die Zubereitung

Zunächst gibt man die Butter in einen guten Liter erhitzten Wassers, mischt das kleingebröselte
Cannabis unter und lässt das Ganze etwa eine Dreiviertelstunde bei mittlerer Hitze auf dem Herd stehen (nicht kochen lassen!). Gelegentliches Rühren ist nicht nur Garant für eine optimale Vermischung der Komponenten, sondern verhindert ein Ankleben der Materialien am Topfboden oder -rand. Dann am besten durch ein Tuch abseihen (falls Marijuana verwendet wird, ist das die beste Methode, die kleinsten Pflanzenteile auszufiltern) und den Absud in den Kühlschrank stellen, bis die Butter wieder eine feste Konsistenz angenommen hat.

Jetzt müssen die Cannabis-Butter und die Back-Schokolade in eine flüssige Form gebracht werden. Dafür gibt man die beiden Zutaten am besten in eine hitzebeständige Schale und stellt diese in einen großen Topf mit heißem, nicht kochendem Wasser. Erfahrene Köche schwenken die Komponenten in einer beschichteten Pfanne. Sind Butter und Schokolade zerschmolzen, gibt man schlussendlich die eventuell gewünschten Nüsse und den Rum bei und verrührt die Mixtur ordentlich.
Das war die eigentliche Arbeit, ab jetzt macht es nur noch Spaß. Die flüssige, warme Mischung muss nämlich nun in Form gebracht werden. Dafür kann man wunderbar einen entleerten einfachen Schokoladen-Adventskalender benutzen, welchen man der äußeren Pappe entledigt. Zum Vorschein kommt ein Plastik-Inlay, welches mit vierundzwanzig in der Größe idealen Förmchen ausgestattet ist. Diese befüllt man nun vorsichtig mit der flüssigen Cannabisschokolade (z.B. mit einem Teelöffel oder einer Tortenspritze) und lässt an kühlem Orte alles hart werden. Ein bis zwei Stückchen der fertigen Cannabis-Schokolade sollten genügen.



Aztekische Xocolatl

Um fernab von chemischen Kabatrünken und sonstigen Zuckerbomben eine echte Scholade (bzw. einen Kakao) herzustellen, benötigen wir folgende Zutaten:

– 3 gehäufte Esslöffel Rohkakaopulver (in der Backabteilung)
– 100 ml Wasser
– 400 ml Milch
– 3 bis 4 Messerspitzen Maispulver
– 2 Messerspitzen Chilipulver
– 1 Teelöffel Zimt
– ½ Vanilleschote
– 1 Messerspitze schwarzen Pfeffer
– 1 Esslöffel Honig

Das Wasser und die Milch zusammen erhitzen, die halbe Vanilleschote säubern (entkernen, evtl. abbürsten usw.) und zerkleinern. Die Vanille, das Mais- und Chilipulver, den Zimt und den Pfeffer in das Milch-Wasser-Gemisch geben, verrühren und etwa zehn Minuten köcheln lassen.

Anschließend das Kakaopulver hinzugeben und abermals köcheln, diesmal für etwa fünf Minuten. Zum Schluss gibt man den Honig bei – und fertig ist der Azteken-Kakao. Jetzt kann der Cannaseur nach Belieben noch Cannabutter untermischen.
Auf einen halben Liter Kakao kommen je nach Präferenz zwischen zehn und fünfzwanzig Gramm Cannabis-Butter, wie sie während der Herstellung der Cannabis-Schokolade zubereitet wurde.
Allerdings mag nicht jeder das Fettige der Butter, so dass man sich individuell an seine persönliche Dosierung heranarbeiten sollte. Da der fertige Kakao selbst auch fettige Anteile enthält, reicht es sogar, einfach kleingebröseltes Cannabis beizugeben und gut durchzurühren, ganz nach Geschmack.



Schokoladen-Flipper

Pulverisiere 10 g feinen Nepal oder Libanon. Schmilz in einem Wasserbad 50 g Schokolade und 1/3 Tasse Butter, rühre dann 1 Tasse Zucker und 2 Eier ein und vermische alles zu einem Teig mit einer ¾ Tasse Mehl, ½ Teelöffel Backpulver und ½ Teelöffel Salz.
Mische dann ½ Tasse gehackte Walnüsse mit dem Teig und streiche ihn dünn in eine eingefettete viereckige Pfanne. 30 Minuten bei mittlerer Hitze backen, abkühlen lassen und in winzige Quadrate schneiden, die mit Schokolade glasiert und einer halben Walnuss verziert werden. Mit Vorsicht knabbern.

(Dieses Rezept ist dem Haschkochbuch von Panama Rose, 1968, entnommen und als Faksimile in Ronald Rippchens „HanfKüche“, 1995, zu finden.)


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