Kolumbien – Kein öffentliches Kiffen

Ein öffentliche Demonstration für den Gebrauch von Marihuana, ein “Smoke-a-Thon” wurde rasch aufgelöst. Der gleichfalls neue Präsident Duque will im Gegensatz zu seinem Vorgänger Santos die Drogengesetze des Landes wieder verschärfen. Alle in der Öffentlichkeit konsumierten Drogen dürfen von der Polizei beschlagnahmt werden.

Kolumbien – Wieder groß in Koka, Folge: USA darf wieder sprühen 1

Da neue Maßnahmen der letzten Jahre – finanzielle Anreize für Landwirte – wenig Effekt zeitigten, Kolumbien vielmehr erneut zum weltgrößten Produzent von Koka avancierte, dürfen die USA bei der Ausrottung der Kokapflanzen wieder ein für den Menschen krebserregendes Herbizid versprühen.

Ecuador – USA darf wieder sprühen 2

Nach einem Jahrzehnt Pause dürfen die USA in Ecuador wieder Drogenbekämpfungsflüge tätigen und Cocafelder besprühen. Der neue ecuadorianische Präsident Cerna sieht dadurch die nationale Souveränität im Gegensatz zu seinem Vorgänger Correa nicht bedroht.

Bolivien – Coca-Bauern demonstrieren gegen Coca-Bauern-Präsidenten

Tausende Kokabauern protestierten gegen die auch unter den ehemaligen Kokabauern turned Präsident Morales von Regierungsseite weiter betriebenen Maßnahmen zur Ausrottung der Kokapflanze. Sie beklagen nicht zuletzt die Vernichtung ihrer Existenzgrundlage.

USA – FDA gibt das Go für den medizinischen Einsatz von Psilocybin

Zur Behandlung von Depressionen hat die Food & Drug Administration (FDA) Psilocybin das offizielle Go erteilt. Nachdem experimentelle Ergebnisse vielversprechend waren, wird die Forschung und Überprüfung von Psilocybin-basierten Behandlungen nun beschleunigt und kann besonders bei schweren, behandlungsresistenten Depressionen eingesetzt werden.

Nigeria – Präsidentschaftskandidat will Nigeria zum Exportgiganten für Cannabis machen

Der Präsidentschaftskandidat in Nigeria, Sowore will sein Land zu einem Cannabis-Exporteur
machen. Es sei nicht einzusehen, dass andere Länder Milliarden mit Cannabis verdienten, während Menschen in Nigeria dafür eingesperrt werden. Nigerianer sollten sich um ihr Weed kümmern, so steigerten sie auch das Bruttosozialprodukt.

Südkorea – Regierung untermauert Cannabiskonsumverbot auch im Ausland

Wie sehr Kanadas Legalisierung manchen Regierungen weltweit erschreckt, beweisen nicht zuletzt die Südkoreaner. Südkorea will auch zurückliegenden, in Kanada legal erfolgten Konsum von Cannabis, bei der Rückkehr bestrafen. Wie sie das herausfinden wollen, steht freilich auf einem anderen Blatt. Cannabis war in Südkorea bis 1976 legal. Erst der Diktator Park Chung-hee verbot es, nicht zuletzt unter dem Druck der USA.

Neuseeland – Synthetisches Cannabis schafft Neuseeland

Einst in Neuseeland legal wurde synthetisches Cannabis vor vier Jahren verboten. Das als NPS (“new psychoactive substance”) bekannte, billige und bis zu 50 mal stärkere synthetische
Cannabis wird tendenziell überwiegend von wenig beachteten Randgruppen wie Alten, Arbeitslosen, Armen und Maori konsumiert. Vielleicht rührt daher die Untätigkeit der Regierung, obwohl letztes Jahr 45 Menschen am Konsum dieser tödlichsten Droge Neuseelands starben.

Norwegen – Norwegen gibt Heroin aus

Von der Gesundheitsdirektion ausgewählte Heroinabhängige bekommen demnächst in Norwegen im Zuge eines Pilotprogramms ab 2020 oder 2021 eine heroingestützte Behandlung. Wie damals in Deutschland soll damit denjenigen Süchtigen geholfen werden, die schwer zu erreichen, nicht in rehabilitativer Behandlung oder generell schwer zu behandeln sind.

Luxemburg – Luxemburg goes for it

Wenn Luxemburg innerhalb der nächsten fünf Jahre Marihuana für Erwachsene tatsächlich legalisiert, wäre es das erste Land Europas. Gleichzeitig beabsichtigt das Land einen zweijährigen Evaluierungszeitraum für das Anfang dieses Jahres legalisierte medizinische Cannabisprogramm festzulegen, nach dem das Land entscheiden wird, ob es dem deutschen Modell folgt, bei dem die Kosten für diese Medizin die Krankenversicherung übernimmt. Beliefert wird Luxemburg von Aurora (wie Tschechien auch).

Philippinen – Philippinen können (etwas) anders

Parallel zur fortlaufenden Menschenhatz in Philippinen, die ganz überwiegend Ärmere trifft, genehmigte das philippinische Repräsentantenhaus medizinisches Marihuana. Wenn das nicht schon schräg anmutet, auf der einen Seite eine rücksichtslose, oft außergerichtliche Menschenjagd, dort die Einführung von medizinischem Cannabis – möglicherweise wollen sich die Philippinen es nicht mit zahlungskräftigen Patienten und Investoren verderben.

Sri Lanka – Dutertes Menschenverachtung inspiriert Sri Lankas Präsident

Die besonders brutale und menschenverachtende Variante des weltweiten Antidrogenkriegs in Philippinen findet bewundernde Nachahmer in Sri Lanka. Dessen Präsident plant, Dutertes Krieg gegen Drogen zu kopieren. Er lobte den brutalen Krieg gegen Drogen seines philippinischen Kollegen Duterte, bezeichnete diesen gar als „Beispiel für die Welt“. Dutertes blutiger Krieg gegen Drogen hat seit 2016 offiziell mehr als 5.000, inoffiziell 20.000 Menschen das Leben gekostet. Obwohl der Internationale Strafgerichtshof wegen des Verdachts auf außergerichtliche Hinrichtungen bzw. Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine Voruntersuchung durchführt, gibt sich Duterte gewohnt reuelos. Im Sommer letzten Jahres hatte Sri Lanka bereits ein 43-jähriges Moratorium in Bezug auf die Todesstrafe für Dealer aufgegeben (wie jüngst ebenfalls Ägypten).

Großbritannien – Drogenkrieg schadet Schwächsten und kriminalisiert Armut

Der von Malaysia beabsichtigten Überprüfung liegt die selbe Überzeugung zugrunde wie sie auch die britische Health Poverty Action vertritt. Der “Krieg gegen Drogen” schade den Schwächsten und kriminalisiere Armut, meint diese. Denn der Krieg gegen Drogen sei ein Krieg gegen die Armen. Zudem nähmen trotz jahrzehntelanger Verbote Produktion und Konsum von Drogen weltweit zu und der ‘Krieg’ sei überdies eine erstaunliche Geldverschwendung. Dessen Kosten lägen weltweit bei über 100 Milliarden Dollar pro Jahr. Damit könnte besseres getan werden.

Türkei – Autoritäre mögen’s hanfig

Der türkische Über-Präsident Erdogan hat angekündigt, das Land wieder zu einem wichtigen Anbauland für Hanf zu machen. War der historische Cannabis-Agrarsektor der Türkei seit Jahrzehnten dramatisch geschrumpft, will die Regierung nun Industriehanf, also Cannabis mit niedrigem THC-Anteil (etwa 0,2-0,3 Prozent) vornehmlich für die industrielle Nutzung produzieren. Wiewohl es Stimmen gibt, die Pflanze auch für medizinische Zwecke zu nutzen.
Damit folgt die Türkei den USA, wo der Kongress Ende letzten Jahres mit dem Farm Bill die bundesstaatlichen Beschränkungen für den Cannabisanbau zur Verwendung für industrielle Hanfprodukte erheblich lockerte.

Ukraine – Ukraine folgt dem Trend

Die amtierende Gesundheitsministerin der Ukraine fordert die Legalisierung von medizinischem Cannabis. Damit reiht sich die Ukraine recht spät ein in den weltweiten Trend der Einführung von medizinischem Cannabis.

Großbritannien – Großbritannien liebt Koks

Großbritannien liebt Koks und die Liebe dazu wächst. Im Land wird mehr Kokain geschnupft als fast überall sonst in Europa, sagt die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. 2017-2018 koksten 2,6% der 16- bis 59-Jährigen Kokain, gegenüber 2,4% im Zeitraum 2013-2014, so die offiziellen Zahlen. Darunter immer mehr junge Menschen als je zuvor: 6% der 16- bis 24-Jährigen probierten es, obwohl in Großbritannien insgesamt weniger junge Menschen Drogen im Allgemeinen konsumieren. Dies weiß man z.B. auch deswegen weil der größte Teil des Kokains im Abwassersystem landet, dort steigen die Werte seit 2012 – am höchsten sind die Konzentrationen am Wochenende, was auf eine Freizeitnutzung hinweist.

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