Insgesamt 13 Lose für den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland a 200 Kilogramm hatte das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) ausgeschrieben. Im April wurden nun endlich im zweiten Durchgang jeweils fünf Lose an Aphria und Aurora, drei an die ‘deutsche’ Demecan GmbH vergeben.

Große Gewinner dieses langwierigen Prozesses sind die üblichen Verdächtigen. Denn Aurora, nach dem mächtigsten globalen Cannabisunternehmen Canopy (2014 in Kanada gegründet, Marktwert mehr als 15 Milliarden Euro – Hauptaktionär das US-Getränkeunternehmen Constellation) und Tilray (fett dabei bei Novartis und mit Aktien des weltweit größten Bierunternehmens Anheuser-Busch InBev), global die Nummer drei (Marktführer bei der Cannabisproduktion mit 500 Tonnen pro Jahr) und Aphria, hinter dem global fünften Player, Cronos (deren Aktien hält Altria, auch Besitzer von Marlboro), gehört es zu einem weiteren Dutzend Unternehmen, von denen keines weniger als 1 Milliarde Euro wert ist.

Und wer ist Demecan? Ein Joint Venture der Wayland Group Inc. – 2013 in Kanada gegründet (in der gleichen Liga wie Aphria). Die weiter steigende Zahl der deutschen Cannabispatienten wird also ab 2020 von heimischen Feldern unter kanadischer Aufsicht und Mehrung kanadischen Kapitals versorgt. Zur übergangsweisen Absicherung der Versorgung wird derweil aus Kolumbien und Uruguay importiert, wie vom BfArM jüngst erlaubt. Andere Länder wie Israel, Jamaika oder Dänemark haben sich darüber hinaus als alternative Importländer in Stellung gebracht.Im besten Sinne hempedelisch dabei ist, dass mit Kanada und Uruguay zwei Länder Hauptimporteure werden, wo Cannabis legal ist, was früher eine Genehmigung verhinderte.

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