Ein schwerer Fall von Bestrafungseifer in Hamburg

Die Gesinnung der Hamburger Polizei tritt bei dieser Meldung genauso klar zutage wie das kritiklose Übernehmen absurder Bewertungen seitens der Polizei durch die Medien.

In vielen Staaten (beispielsweise in den Niederlanden, vgl. unseren WWW-Artikel) sind 5 Cannabispflanzen für den Eigenbedarf erlaubt. Selbst mit mehr als drei technischen Hilfsmitteln wie etwa LEDs, automatischer Bewässerung oder Luftabsauganlage oder einem Zuchtzelt wird dir in der Regel in den Niederlanden kein Strick gedreht, solange du nicht mehr als 5 Pflanzen hast. In den wenigsten Ländern würden sich Behörden zu der absurden Behauptung versteigen, dass stolze 2 Cannabispflanzen plus einige Setzlinge eine Plantage darstellten. Bei anderen Pflanzen sowieso nicht. Zwei Orchideen sind eine Plantage? Zwei Rosenstöcke eine Plantage? Absurd.

Aber eine Frau, die lediglich 2 Cannabispflanzen besass, eine Plantagenbetreiberin zu nennen und ihr deswegen eine Anklage wegen gewerbsmäßigen Handels aufdrücken zu wollen, zeigt die ganze Verbohrtheit deutscher Drogenverfolger.

Es zeigt auch, dass in Hamburg staatsanwaltliche Verfügungen hinsichtlich der Einstellung eines Verfahrens wegen Geringfügigkeit, aus Sicht der Polizei sowas von gar nicht in Betracht zu ziehen sind. Es zeigt weiter, dass bei Vorstrafen anderer Natur dem Bestrafungseifer keine Grenzen gesetzt sind.

www.mopo.de

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