Prophezeit wird ganz viel momentan. Milliardenumsätze, riesige Steuereinnahmen, Millionen Patienten. Längst stehen sie in den Startlöchern: die Brauereien, die Tabakindustrie, sogar die Landwirtschaft was Hanf betrifft und Patientengruppen, Ärzte und andere erwarten Millionen Cannabispatienten, aber die traurige Realität heisst vorerst allzuoft: Versorgungsengpass.

In Deutschland erleben das die stetig steigende Zahl von Patienten (40.000 momentan), in Kanada manch mit freudiger Erwartung in Läden gestürmter Cannabisenthusiast. Hier sind Apotheken, dort Läden leer. Kein Cannabis im Regal, weder medizinisches hier noch solches für den Freizeitgebrauch dort.
Zwar schreibt der DHV für Deutschland die Versorgung mit Cannabisblüten aus den Niederlanden und Kanada habe sich gegenüber der problematischen Versorgungslage im zweiten Halbjahr 2017 „deutlich gebessert“, aber was heisst das schon für Patienten, die in ihrer Stadt, ihrem Landkreis, ihrem Bundesland immer schon Probleme hatten und auf absehbare Zeit haben werden?

Wie beruhigend ist die Ansage für Patienten, Kanada liefert, wenn die Kanadier augenscheinlich selbst zu wenig haben – und sich aus Jamaika Öl für medizinische Zwecke liefern lassen? Reiben sich die Südafrikaner jetzt die Hände?
Die Zahl der Patienten in Deutschland ist stärker gestiegen als von der beschwichtigenden Regierung erwartet. Die Zahl der verschreibenden Ärzte und ausgebenden Apotheken dagegen steigt nur zögerlich.

Der zunächst für 2019 anvisierte Anbau in Deutschland ist dank dilettantischer Regierungsplanung mindestens um ein Jahr verschoben, und auch die neue Ausschreibung setzt den Verbrauch erneut zu niedrig an.
In Deutschland möchte man nicht Patient sein. Hoffen wir auf Besserung und mehr Bereitschaft bei Apothekern, Krankenkassen und der ganzen Gesundheitsbürokratie die Versorgung der rasch wachsenden Zahl an Patienten zu gewährleisten.

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