Überwiegend steigen die Wirkstoffgehalte bei sinkenden Preisen

Da haben wir uns doch vom ewigen Mantra der nationalen Drogenbeauftragten Mortler etwas blenden lassen, tatsächlich SIND seit 2011 Gras und Haschisch stärker geworden.

Grund genug mal Wirkstoffkonzentrationen und Preise einzelner Substanzen näher zu betrachten, über deren Veränderungen Hans Cousto in seinem Blog unnachahmlich Buch führt.

Der Wirkstoffgehalt in Ecstasytabletten habe in den letzten Jahren massiv, bei Kokain zwischen 2003-2017 etwa entsprechend der allgemeinen Teuerungsrate, bei THC zwischen 2011 und 2017 in Blüten um 20%, bei Haschisch um 113 Prozent zugenommen – nur bei Speed sei dieser in den letzten Jahren gesunken.
Bezüglich der Preise stünde im Vergleich einer Verdoppelung der Bierpreise auf dem Oktoberfest in München von 1996 bis heute eine Halbierung der Preise für MDMA-HCL gegenüber. Bei Kokain wären die Preise pro Gramm zwischen 2003-2017 um etwa 20 % gestiegen.

Für Crystal gelte, bezogen auf den Wirkstoffgehalt sei es billiger geworden (2017 etwa 108 Euro für ein Gramm gegenüber 2016 120 Euro). Schlußendlich gelte für THC gleichfalls, mehr Wirkstoffgehalt für weniger Geld. Die Preise für Haschisch hätten sich zwischen 2002 – 2017 um 59 % erhöht, allerdings seien die Preise der Deutschen Bahn seit 2002 signifikant stärker gestiegen.

Wir schließen uns Cousto in der Forderung und dem Wunsch nach geprüfter Qualität und klaren Inhaltsstoffdeklarationen legaler Produkte für Konsumentinnen und Konsumenten an. Statt seit Jahrzehnten ungebrochen und in steigender Zahl Konsumentinnen zu verfolgen, während als ‚Erfolg‘ dieser Drogenbekämpfung allenthalben die Wirkstoffgehalte beinahe aller Drogen steigen – bei gleichzeitig sinkenden Preisen – und dennoch über ein alljährliches Wehklagen nicht hinauszukommen, bleibt ein Armutszeugnis deutscher Drogenpolitik.

Zudem sei darauf hingewiesen, mehr Wirkstoff bedeutet nicht automatisch gefährlicher, schließlich erhalten z.B. deutsche Cannabispatienten aus der Apotheke teilweise Blüten mit über 20% Wirkstoffgehalt.

Quelltext bei drogenkult.net

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